Seebad Bansin

 

Wissenswertes

Bansin ist mit einer Einwohnerzahl von rundd 2.500 Einwohnern das jüngste und zugleich kleinste der drei Kaiserbäder. Es wurde 1897 eigens zu Zwecken des Badebetriebes gegründet. Davon zeugen noch heute viele Villen im Stile der Seebäderarchitektur, die zunächst durch Einheimische und später durch zugewanderte Unternehmer errichtet wurden.

 

Grund für diesen Bauboom war die in Deutschland erwachende Badekultur, für die der herrlich breite und weiße Sandstrand die besten Voraussetzungen bot. Der Berliner Hühneraugenoperateur Wichmann, der Sallenthiner Schriftsteller Necker, der Lehrer und der Gastwirt des Dorfes, zählen zu den Gründern des Seebades. Sie erbauten auch die erste Badeanstalt. Die ersten Gäste kamen vornehmlich aus dem benachbarten Heringsdorf, aber bald wurde der Bau von eigenen Hotels und Pensionen erforderlich.

 

Der neue Badeort wurde so gut angenommen, dass der Kaiser schon 1901 die kommunale Selbständigkeit und somit die Abspaltung vom Dorf Bansin bescheinigte. Die neue Souveränität wurde dann 1903 mit dem Bau des Gemeindeamtes und des Warmbades eindrucksvoll dokumentiert. Als Bansin am 31. Mai 1911 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, hatte dies eine Verfünffachung der Besucherzahlen zur Folge. Die "Badewanne Berlins" war jetzt in weniger als drei Stunden von der Hauptstadt aus erreichbar. Aus diesem Grunde zählten Berliner immer zu dem wichtigsten Klientel unter den Badegästen.

 

Nach den wechselvollen Jahren des ersten Weltkrieges, den goldenen zwanziger Jahren und schließlich dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Villenbesitzer enteignet und die Gebäude dem „Feriendienst der Gewerkschaften“ zur Verfügung gestellt, der in den Jahren der DDR-Ära die vorherrschende Stellung im staatlich gelenkten Massentourismus ausübte.

 

Nach 1990 wurden durch die Aufnahme des Seebades in das Städtebau-Förderungsprogramm immense Summen in die Modernisierung der Infrastruktur investiert. Pensionen, Gaststätten und Hotels gelangten wieder in private Hand und wurden weitgehend saniert, sodass das Ortsbild Bansins zunehmend seine traditionell anspruchsvolle Prägung zurückerlangte. 1997 wurde der Gemeinde das Prädikat "Ostseeheilbad" verliehen.

 

Am 1. Januar 2005 wurden die drei Ostseebadeorte Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin auf der Insel Usedom, die bisher selbständige Gemeinden waren, zur Gemeinde Dreikaiserbäder zusammengeschlossen und am 1. Januar 2006 wurden die "Dreikaiserbäder" in Heringsdorf umbenannt.

 

Im Frühjahr 2008 wurde der deutsche Teil Usedoms mit dem polnischen Teil durch die Bahn verbunden. Es ist nunmehr möglich mit der Usedomer Bäderbahn bis nach Swinemünde zu fahren.

 

 

Kurtaxe

Das Seeheilbad Bansin ist – als Ortsteil der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf – ein staatlich anerkannter Kurort im Sinne des Kurortgesetzes des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Für die Herstellung, Anschaffung, Erweiterung, Verbesserung, Erneuerung, Verwaltung und Unterhaltung der zu Kur- und Erholungszwecken in der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf bereitsgestellten öffentlichen Einrichtungen wird eine Kurabgabe erhoben.

 

Abgabenpflichtig sind alle ortsfremden Personen mit Ausnahme von Kindern bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres. Die Höhe der Abgabe beträgt:

 

1.4.– 31.10. des Jahres

(Hauptsaison)

1.11.–31.3. des Jahres

(Nebensaison)

Abgabenpflichtige

2,50 EUR

 

1,25 EUR

 

Ermäßigung

1,25 EUR

 

0,65 EUR

 

Ermäßigungen auf die Kurabgabe erhalten:

  • Schüler, Studenten, Auszubildende und Empfänger von Arbeitslosengeld nach dem SGB III, von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II sowie von Erziehungsgeld nach dem BEzrGG bzw. Elterngeld nach dem BEEG
  • Schwerbehinderte mit einem durch Schwerbehindertenausweis nachgewiesenen Grad der Behinderung von mindestens 80 Prozent sowie Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „B“.

Alle Details können Sie in der Satzung der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf (zu der Bansin gehört) nachlesen

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© Kathleen und Alexander Wiede